Albanien

Urlaub in Albanien

Das versteckte Juwel

Gerne nehmen wir euch mit auf unsere Reise durch Albanien. Die Albaner selbst nennen ihr Land Shqipëri, was soviel bedeutet wie „Land der Adler“. Wir selbst haben allerdings keine Adler sichten können. Albanien ist ein noch wenig besuchter Ort inmitten von Europa und bietet auf einer kleinen Fläche atemberaubende Berglandschaften, wunderschöne Küsten und historische Städte. Es lässt sich auch gut mit den umliegenden Ländern Serbien, Montenegro, Kosovo oder Nordmazedonien verbinden, ist aber auch als alleiniges Reiseziel sehr empfehlenswert.

Unsere Albanien Reise

Warum Albanien

Dieses Reiseziel stand zunächst auf keiner unserer Bucket-Lists. Eigentlich wollten wir unsere Reise nach Westafrika antreten, allerdings fehlte Dalma noch die dafür notwendige Gelbfieber-Impfung. Somit brauchten wir einen Plan B. Dalma nannte Albanien. Mein erster Gedanke dazu war klassischer Strandtourismus wie auf einer griechischen Insel. Damit war ich zunächst gar nicht einverstanden. Etwas Internetrecherche und siehe da: Strandwatschelnde Touristen mit dicken Bäuchen und Koffern scheinen hier noch nicht angekommen zu sein. Somit konnte ich auch ich ich mit dieser Idee anfreunden. Und wir haben es nicht bereut …

Wissenswertes für eine Albanien Reise

Albanien liegt geografisch natürlich leicht erreichbar. Selbst eine Autorreise aus Österreich oder Deutschland ist hier noch möglich. Das Land gehört zwar noch nicht zur EU, trotzdem gibt es hier keine großen Einreisebeschränkungen oder komplizierte Visum-Anträge. Im Grunde lässt sich das Land sehr spontan und ohne große Reiseplanungen bereisen. Das kam uns in diesem Fall natürlich entgegen. Impfungen sind auch keine vorgeschrieben und auch nicht empfohlen. Die Albaner haben einen sehr ausgeprägten Nationalstolz und sind überaus gastfreundlich. Die Kommunikation in englischer Sprache ist im ganzen Land möglich. Auch Unterkünfte gibt es zur Genüge. Als Low-Budget Reisende waren wir mit unseren Unterkünften auch durchwegs sehr zufrieden. Gebucht haben wir zumeist via Booking.com oder auch direkt vor Ort. Die Qualität der höherpreisigen Unterkünfte kennen wir nicht.

Ist Albanien ein Backpacker-Land?

Zu meiner Überraschung: Ja! Albanien ist noch nicht bei den strandwatschelnden Koffer-Touristen angekommen. Mit einigen Ausnahmen haben wir auch nur Backpacker oder Reisende getroffen. Die Frage ist allerdings, wie lange das noch so sein wird. Zum Zeitpunkt unserer Reise wurden teilweise ganze Dörfer entlang der Küsten neu gebaut. Albanien investiert massiv, um den Tourismus im Land anzukurbeln.

Vielfältiges Albanien

Albanien bietet auf einer kleinen Fläche hohe Berge, bezaubernde und historische Städte sowie atemberaubende Küsten. Eine Rundreise durch das gesamte Land lässt sich in 11 Tagen und mit Mietauto oder eigenem Auto gut bewerkstelligen, ohne in übermäßigen Stress zu verfallen. Eine Autoreise vom Norden bis in den Süden dauert etwas mehr als fünf Stunden.

Stay connected in Albanien

Da Albanien (noch) kein Teil der EU ist, muss man auf eine lokale SIM-Karte zurückgreifen. Wir nutzten hier eine E-Sim von Airalo und hatten praktisch im gesamten Land eine gute Verbindung.

Transport in Albanien

Da wir möglichst das gesamte Land in verhältnismäßig kurzer Zeit sehen wollten, entschieden wir uns für ein Mietauto. Diese können online inkl. Versicherungsschutz geordert werden und einfach direkt am Flughafen von Tirana abgeholt und zurückgestellt werden. Die Mietpreise sind mit etwas EUR 22,00 für ein kleines Auto sehr günstig. Eine Allrad-Auto ist nicht nötig. Wir hatten einen VW Polo. Entgegen vieler Berichte empfanden wir das Autofahren in Albanien überhaupt nicht gefährlich. Es ist aber auch möglich das Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen. Natürlich benötigt es dann etwas mehr Zeit und Planung und es können auch nicht alle Teile des Landes erreicht werden.

Rucksack oder KOffer

Wenn ihr mit einem Mietauto oder dem eigenen Auto unterwegs seid, ist ein Koffer natürlich ausreichend und auch praktischer. Falls ihr euch dazu entscheidet mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, würden wir euch allerdings einen Rucksack empfehlen.

Optimale Reisezeit

Diese Frage ist abhängig von eurem Reisestil. Wenn ihr gerne mehrere Tage am Strand verbringen möchtet, sind sicher die Monate von Juni bis Mitte September optimal. Plant ihr eher einen aktiveren Urlaub und möchtet der großen Hitze entgehen, sind die Monate April bis Juni und ab Mitte September sicher die bessere Wahl für euch. Wir waren von Anfang bis Mitte Oktober dort und empfanden es als sehr angenehm. Zum baden ist es zu dieser Zeit allerdings schon etwas kalt.

Kosten eines Albanien Urlaubs

Albanien ist ein noch recht günstiges Reiseland. Insgesamt haben wir für zwei Personen inkl. Flüge und Mietauto etwas mehr als EUR 1.200,00 für 11 Tage benötigt. Je nach Reisestil kann es natürlich auch um einiges teurer sein. Auffällig waren die hohen Preise für Lebensmittel. Diese sind vergleichbar mit Supermärkten in Österreich oder Deutschland. Unten findet ihr eine Auflistung über die Kosten, welche ihr in Albanien erwarten könnt.

  • Flug: 50,00 (mit Billig Airlines)
  • Hotels: ca. 20,00 pro Nacht
  • Mietauto: 22,00 für ein kleines Auto
  • Benzin: vergleichbar mit Österreich und Deutschland
  • Mahlzeiten: vergleichbar mit Österreich und Deutschland

Albanien und seine Strände

Albanien hat atemberaubend schöne Strände zu bieten. Mit etwas Suche lassen sich mit kleinen Wanderungen auch viele kleine Buchten entdecken. Die meisten Strände sind auch vollkommen menschenleer und Strandliegen und Schirme sucht man hier (zum Glück) vergeblich. Solltet ihr mit einem 4×4 Campingauto unterwegs sein, könnt ihr auch per Auto an die entlegenen Strände herankommen. Hier solltet ihr aber gewarnt sein: Viele der Zugangsstraßen gleichen eher einem Wanderweg als einer Straße. Das einzige Manko der Strände ist leider der Müll. Diesen gibt es zuhauf. Die Strände, außer ganz im Süden bei Ksamil, sind Stein-Strände. Hier sind Schuhe sehr empfehlenswert, wenn ihr empfindliche Füße habt. Bei großen Wellen kann es auch sein, dass ihr den einen oder anderen Stein abbekommt, was durchaus schmerzvoll sein kann.

Unsere Reiseplanung

Wie bei allen unseren Reisen planen wir nur das Wichtigste im Voraus. Dazu zählen u.a. die Buchung der Flüge oder Mietautos, die Möglichkeiten der Hotelreservierungen und (falls nötig) natürlich das Visum. Darüber hinaus legen wir eine grobe Reiseroute fest. Alles andere lassen wir auf uns zukommen.

Auto fahren oder Fliegen

Das war tatsächlich eine längere Überlegung bei uns. Mit dem Camper hätten wir auch Bosnien, Serbien, Montenegro oder den Kosovo bereisen können und hätten uns natürlich weniger Gedanken über Hotelbuchungen machen müssen. Da die Autofahrt aber doch sehr lang gewesen wäre und wir auch nur 11 Tage Zeit hatten, entschlossen wir uns für die Option Flug und Mietauto. Somit hatten wir auch ausreichend Zeit das gesamt Land zu bereisen.

Reiseroute

Da unserer Ausgangspunkt mit dem Flughafen in der Hauptstadt Tirana festlag, planten wir unsere Reise zunächst in den gebirgigen Norden ehe wir via Tirana in mediterranen Süden fuhren. Unser Reiseziele waren Shkodra, Koman Lake, Llomi in den albanischen Alpen, Kukes, Tirana, Berat und dann entlang der albanischen Küste bis nach Ksamil und retour in die Hauptstadt Tirana. 11 Tage waren hierzu vollkommen ausreichend. Wenn ihr ggf. mehr Tage am Strand verbringen möchtet, würden wir eher 14 Tage empfehlen.

Los geht's

Tag 1 und Ankunft in Albanien

Am 30.09.2024 ging es um 16:00 Uhr pünktlich mit einer Ryan Air Maschine von Budapest nach Tirana. Dort angekommen konnten wir rasch die Formalitäten für das Mietauto erledigen und gleich etwas in Richtung Norden, unserem ersten Reiseziel Shkoder, reisen. Auf halben Weg planten wir hier eine Übernachtung ein und hatten bereits die ersten Probleme unsere Unterkunft zu finden. Dank der hilfsbereiten Nachbarn konnten wir das Problem lösen und waren froh als wir müde ins Bett fielen.

Tag 2 in Shkoder

Als erstes Reiseziel wählten wir die historische, im Norden gelegene Stadt Shkoder. Dort angekommen mieteten wir Fahrräder, um etwas schneller von A nach B zu gelangen. Shkoder ist ein beschauliches Städtchen mit ca. 61.000 Einwohnern. Prachtvolle Villen wechseln sich hier mit heruntergekommenen Plattenbauten ab. Im Zentrum der Stadt reihen sich zahlreiche historische Kirchen aneinander. Die Stadt liegt direkt am riesigen Skutarisee. Die Rozafa Burg mit seiner über 4.000 Jahre alten Geschichte liegt ebenfalls direkt vor den Stadttoren. Wir nutzten unsere Zeit zunächst, um die Innenstadt und das Leben aufzusaugen, ehe wir mit den Rädern die Burg besichtigten und entlang des See’s wieder zurück zu unserem Auto fuhren.

Ebenfalls empfehlenswert ist die kurze Autofahrt zur Ura e Mesit. Eine prachtvolle Kulisse mit einer wunderschönen Steinbrücke erwarten euch hier.

Gegen Abend legten wir noch die ca. zweistündige Fahrt in Richtung Koman Lake zurück. Der Koman Lake ist einer der größten Stauseen des Landes und liegt inmitten der albanischen Alpen. Die Fahrt dorthin ist an sich schon ein Highlight. Der See lässt sich auch der Länge nach mit der Fähre bis nach Fierza durchkreuzen. Das bietet eine spannende Möglichkeit tief in die albanischen Alpen zu gelangen. Eine Ticketreservierung ist hier aber dringend nötig, insbesondere, wenn ihr euer Fahrzeug mitnehmen möchtet. Bevor wir den See überquerten nächtigten wir direkt am Ausgangspunkt der Fähre. Die Unterkunft dort ist allerdings wenig empfehlenswert. Besser ihr nächtigt im letztgelegenen Dorf.

Tag 2: Unser Weg in die albanischen Alpen

Bereits früh am morgen sprangen wir mit unserem VW Polo auf die Fähre und überquerten den Koman Lake in knapp zwei Stunden bis nach Fierza. Da der See tief eingeschnitten in den Bergen liegt, bietet eine Fahrt mit der Fähre spektakuläre Ausblicke.

Angekommen in Fierza ging es für uns direkt weiter in Richtung der hohen Berge von Albanien. Llomi, ein idyllische Bergdorf, war auch zugleich unser Ausgangspunkt unserer knapp fünfstündigen Wanderung bis zu Passhöhe Qafa e Valbones. Knapp 800 Höhenmeter gilt es hier zu bewältigen, stets mit bester Aussicht auf die bis zu 2.700 Meter hohen albanischen Berge. Die Nacht verbrachten wir zugleich in Llome.

Tag 3: Fahrt über die Berge

Den dritten, etwas regnerischen Tag verbrachten wir mit unserer Weiterfahrt über die Berge, vorbei am Stausee Quark Kukes. Ein Spektakel für alle, die Passstraßen lieben. Aber nichts für wankelmutige Mägen, wie Dalma zu spüren bekam. In Kukes, ein kleines Dörfchen auf einer Anhöhe umrahmt von Stauseen machten wir eine kurze Pause.

Dann ging es weiter in das Herz von Albanien, in die Hauptstadt Tirana. Etwas Angst hatten wir vor dem städtischen Verkehr, am Ende war es aber halb so schlimm. Angekommen in unserer AirBnB Wohnung machten wir gegen Abend noch einen kleinen Spaziergang.

Tag 4 in Tirana

Citysightseeing bei regnersichen Wetter war heute angesagt. Wir erkundeten alle wichtigen Sightseeings, vom Heldenplatz Skanderbegplatz und der Pyramide von Tirana bis zum historischen Schutzbunker unterhalb des Parlaments. Das Zentrum von Tirana ist umrahmt von einer Ringstraße und für einen Tag sehenswert. Mehr als einen Tag braucht ihr aber hier nicht einzuplanen. Wir verließen Tirana mit Einbruch der Dunkelheit auch und machten uns auf dem Weg zu unserem nächsten Reiseziel Berat.

Tag 5 in Berat

Berat ist aufgrund der Architektur seiner Häuser, welche sich baugleich an einem Hügel unterhalb einer Burg befinden, bekannt. Die Burg erreicht man über eine Straße, oder viel schöner, über einen kleinen, aber steilen Wanderweg. Hier kommt man auch an einer kleinen Kirche mit prachtvoller Aussicht vorbei. Die Burg selbst besteht aus mehreren Gebäuden und lädt zum Flanieren ein. Nachdem wir wieder den Talboden mit einer wunderschönen Brücke erreicht hatten, wanderten wir auch noch auf dem gegenüberliegenden Berg nach oben. Von hier sieht man, warum Berat und seine Häuser so berühmt sind. Ein wunderbarer Ausblick, an welchem man sich nicht sattsehen konnte. Berat ist einen Zwischenstopp definitiv wert.

Tag 6 : Weiterfahrt nach Orikum

Mit einem gemütlichen Start in den Tag verabschiedeten wir uns von Berat und machten uns auf dem Weg zur Küste Albaniens.  Wir hatten im Vorfeld einiges über die schönen Küsten gelesen und waren schon gespannt was uns erwartet. Die südliche Küste von Albanien, ausgehend von Vlora bis ganz in den Süden Ksamil ist malerisch schön. Die Straße zieht sich schier endlos an den Bergstraßen entlang, wodurch man stets den Blick auf das tiefer gelegene Meer genießen kann. Schon der erste Eindruck in Vlora war überwältigend. Vlora liegt an einer großen Bucht und der Blick ist stets auf die gegenüberliegende Halbinsel gerichtet. Eine Fahrt über die Küstenstraße dürft ihr nicht versäumen, wenn ihr Albanien besucht. Mit zahlreichen Fotostopps erreichten wir schlussendlich noch unser Tagesziel Orikum, am Ende der Bucht.

Als wir Orikum erreichten, war es bereits dunkel. Orikum ist ein typisch albanischer, etwas heruntergekommener Ort mit einer wunderbaren Lage direkt am Ende der großen Bucht. Zur Übernachtung war es für uns ideal gelegen, auch wenn es entlang der Küste schönere Orte gibt.

Tag 6: Wandern auf den Bergen der Küste

Tag 6 starteten wir mit einer Wanderung auf die Küstenberge Albaniens, genauer gesagt auf den 1.446 Meter hohen Maja Gjipalit. Der Ausgangspunkt unserer Wanderung auf der Passstraße lag auf etwa 1.000 Meter, womit sich die Anstrengungen in Grenzen hielten. Die Ausblicke von so hoch oben waren natürlich beeindruckend.

Anschließend ging es weiter zur Green Coast, welche direkt am Ende der Passstraße liegt. Ein Ort, oder besser gesagt eine riesengroße Baustelle. Als wir dort waren wurde der Ort praktisch erst errichtet mit Hunderten Appartementhäusern. Da wir ohnehin nur zur Küste wollten, war uns das egal. Sand sucht man am Strand allerdings vergeblich. Die gesamte Küste besteht aus Steinwüsten. Da wir beide empfindliche Füße haben, war das etwas unangenehm. Nichtdestotrotz kühlten wir uns etwas ab, bevor es weiter zu unserem Übernachtungsort Dhermi ging. Dort flanierten wir noch in die Nacht hinein. Übrigens, wenn ihr auch auf den Terrassen der Restaurants essen möchtet, haltet Ausschau nach Hunden. Diese essen gerne mit …

Tag 7 am Gjipe Beach

Der Gjipe Beach ist ein verborgenes Juwel entlang der albanischen Küste. Allerdings benötigt es dorthin einen halbstündigen, leicht fallenden Fußmarsch. Retour natürlich leicht steigend. Dafür wird man mit einer traumhaften Bucht belohnt, welche zum schwimmen und genießen einlädt.

Auf unserer weiteren Reise Richtung Süden machten wir noch einen Stopp am Llamoni Beach, welcher allerdings weniger versteckt und idyllisch lag.

Tag 8 in Ksamil

Ksamil liegt wunderschön im Süden von Albanien nahe der griechischen Insel Korfu. Wer einige Tage am Strand entspannen möchte, der ist hier genau richtig. Zahlreiche, auch luxuriöse Unterkünfte und Restaurants laden ebenso zum Verweilen ein, wie die, ausnahmsweise, sandigen Strände. Nach einer ausgiebigen Erkundung der Ortschaft erklimmten wir den höchsten, südlich gelegenen Punkt von Ksamil. Von hier aus hat man einen prachtvollen Blick nach Korfu.

Gegen Abend besichtigten wir das UNESCO Welterbe, den Nationalpark Butrint, welcher ein antikes Dorf beheimatet. Neben Villen, Amphitheater sind auch Tempel und Festungen in noch erstaunlich gutem Zustand. Prädikat: Lohnenswert! Wer von hier aus die Weiterreise nach Griechenland antreten möchte, muss sein Auto zunächst auf einem kleinen Boot parken, welches dann per Seil an das gegenüberliegende Ufer gezogen wird. Lohnend ist nach der Überquerung des Flusses aber auch die Weiterreise im Landesinneren Richtung Norden. Eine wunderschöne Steppenlandschaft eröffnet sich hier. 

Tag 9 und die Quellen von Syri i Kalter

Auf unserem Weg zurück Richtung Norden liegt in etwa einer Autostunde etwas im Landesinneren die Quelle des Syri i Kalter. Bekannt ist diese Karstquelle auch als „blaues Auge“. In einer kleinen, flachen Wanderung zunächst über die Stauermauer und anschließend entlang eines Sees erreicht man die Quelle in etwa einer halben Stunde Gehzeit. Das blaue Auge ergibt sich durch einen kleinen Sog, extrem klaren Wasser und der Sonneneinstrahlung. Ein wahres Naturspektakel! Den Rückweg marschierten wir über den östlich des Sees gelegenen Wanderweg inmitten albanischer Wälder. 

Tag 10: Reise entlang der Küsten Richtung Norden

Für den Rückweg Richtung Tirana wählten wir wieder die Straße entlang der Küste. Dabei erkundeten wir mehrere, kleine und wunderschöne, einsame Buchten. Von den wunderschönen Strände und dem glasklaren Wasser beeindruckt, ließen wir unsere Seele treiben und genossen den Tag. Die verschiedenen Buchten könnt ihr bestenfalls, wie wir es gemacht haben, aus der Karte herauslesen. Meist benötigt es kleine Wanderungen. Viele dieser Buchten lassen sich theoretisch auch mit dem Auto erreichen. Dazu ist aber definitiv ein äußerst geländetaugliches Fahrzeug nötig. Campieren wäre an diesen Buchten problemlos möglich.

Leider ist aber auch an einigen Buchten der Müll ein großes Thema. Dieser wird einfach dort liegen gelassen, was natürlich schade ist.

Auf unserer Wanderung zum Lukova Beach trafen wir zu unserer Überraschung auch auf ein verlassenes, gut erhaltenes Kloster, welches lange Zeit betrieben wurde. 

Tag 11 und Heimreise

Wehmütig aufgrund unserer nahenden Heimreise genossen wir unseren letzten Tag an verschiedenen Stränden der südlichen albanischen Küste, ehe wir uns gegen Abend in Richtung Flughafen aufmachten. Dir Rückgabe des Mietwagens war problemlos und so saßen wir pünktlich um 21:15 Uhr im Flugzeug retour Richtung Budapest.

Ist Albanien lohnenswert?

Definitiv, ja! Viele Orte von Albanien sind noch wenig von Touristen frequentiert. Innerhalb weniger Fahrstunden könnt ihr hohe, alpine Berge, historische Städte, wunderschöne Strände und Buchten und tolle Gebirgsseen bewundern. Falls ihr einen Roadtrip durch den Balkan plant, solltet ihr unbedingt einige Tage in Albanien einplanen. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und das Reisen sehr bequem. Auch Campieren ist an den meisten Orten problemlos möglich. Vielleicht konnten wir euch mit unserem Reisebericht ja Lust auf eine Reise nach Albanien machen. Lohnend ist es definitiv!

Über uns

Dalma & Markus

Als gebürtige Ungarin und gebürtiger Österreicher leben wir im Salzburger Land inmitten der Alpen. Dalma ist selbständige Physiotherapeutin, Markus arbeitet im Sommer in einer Online-Marketing Agentur und im Winter als selbständiger Skiguide in Lech/Zürs am Arlberg. Abseits unserer Arbeit nutzen wir jede freie Sekunde, um die Welt etwas besser kennenzulernen. Unsere Reisen haben uns schon auf alle Kontinente dieser Welt verschlagen. Je exotischer, desto lieber sind uns unsere Reiseziele. Gerne könnt ihr uns auch über unsere Social Media Kanäle kontaktieren.